Methodologie-Übungsfragen

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Methodologie-Übungsfragen

Übungsquiz für die Methodologie-Prüfung der Sozialwissenschaften


Questions and Answers
  • 1. 
    Welche Rolle spielen nach Durkheim die "praenotiones", also die vorgefassten Meinungen und Begriffe des Alltags, in der Wissenschaft? (2)
    • A. 

      Sie spielen keine Rolle in der Wissenschaft.

    • B. 

      Sie sind der eigentliche Forschungsgegenstand.

    • C. 

      Sie täuschen über das wahre Aussehen der Dinge.

    • D. 

      Sie werden mit den Dingen selbst verwechselt.

  • 2. 
    Frédéric Le Play zeichnet in seinen Monographien ein anschauliches Bild der Lebensumstände und familiären Beziehungen im 19. Jahrhundert. Was war sein methodologischer Zugang? (2)
    • A. 

      Erfassen der Relevanzsysteme der untersuchten Familien

    • B. 

      Vermessung körperlicher Merkmale

    • C. 

      Berechnung von Haushaltsbudgets

    • D. 

      Erstellen von Haushaltsinventaren

    • E. 

      Herstellen einer Synthese zur Statistik

  • 3. 
    Welche der folgenden Aussagen treffen auf Robert K. Mertons Beschreibung des Matthäus-Effekts zu? Der Matthäus-Effekt… (2)
    • A. 

      Führt zu einer adäquaten Belohnung wissenschaftlicher Leistungen.

    • B. 

      Unterstreicht die Forderung nach Werturteilsfreiheit in der Wissenschaft.

    • C. 

      Führt dazu, dass manche grundlegenden wissenschaftlichen Beiträge unbeachtet bleiben.

    • D. 

      Führt zur Konzentration wissenschaftlicher Ressourcen und Talente.

  • 4. 
    Wodurch zeichnet sich ein guter Wissenschaftler nach Max Weber („Wissenschaft als Beruf“) aus? (2) 
    • A. 

      Bereitschaft, harte Arbeit zu leisten

    • B. 

      Bereitschaft, Werturteile zu fällen

    • C. 

      Bereitschaft, sich der Sache der Wissenschaft hinzugeben

    • D. 

      Bereitschaft, Kompromisse zwischen konkurrierenden Wertungen empirisch zu erarbeiten

  • 5. 
    Welche Rolle sollten die in der "Marienthal-Studie" beteiligten ForscherInnen einnehmen? Die Rolle ... (1)
    • A. 

      Eines investigativ forschenden Sozialreporters

    • B. 

      Eines innovativen und riskofreudigen Experimentators

    • C. 

      Eines für die Gemeinschaft nützlichen Mitglieds

    • D. 

      Eines distanzierten Beobachters

  • 6. 
    Mit welchen Methoden sollten die Hauptfragestellungen der Studie "Die Arbeitslosen von Marienthal" geklärt werden? (2)
    • A. 

      Charakterstudie

    • B. 

      Teilhabe am Leben der Gemeinschaft

    • C. 

      Paralleluntersuchung

    • D. 

      Miteinbeziehung amtlicher Statistiken

  • 7. 
    Was trifft zu? (3)William F. Whytes Studie "Street Corner Society" folgt dem Paradigma des Verstehens.WEILDer kritische Rationalismus erklärt soziale Phänomene aus der Perspektive des subjektiven Handelns.  
    • A. 

      Die erste Aussage ist richtig

    • B. 

      Die erste Aussage ist falsch.

    • C. 

      Die zweite Aussage ist richtig.

    • D. 

      Die zweite Aussage ist falsch.

    • E. 

      Die Weil-Verknüpfung ist berechtigt.

    • F. 

      Die Weil-Verknüpfung ist falsch.

  • 8. 
    Welchem Autor ordnen Sie folgenden Textausschnitt zu? (1)"Während ich da saß und zuhörte, bekam ich die Antworten auf Fragen, auf die ich gar nicht gekommen wäre, wenn ich mir meine Informationen einfach und allein durch Interviews besorgt hätte." 
    • A. 

      Emile Durkheim

    • B. 

      Paul F. Lazarsfeld

    • C. 

      William F. Whyte

    • D. 

      Stanley Milgram

  • 9. 
    Worum handelt es sich bei der Technik der verlorenen Briefe? (1)
    • A. 

      Ein heuristisches Modell

    • B. 

      Eine Form des Experiments

    • C. 

      Eine historisch-kritische Methode

    • D. 

      Ein Organisationsprinzip in akademischen Institutionen

  • 10. 
    Was trifft zu? (3)Emile Durkheims Studie "Der Selbstmord" folgt dem Paradigma der Erklärung.WEILEs geht um die Entdeckung und Analyse von Ursache-Wirkungszusammenhängen. 
    • A. 

      Die erste Aussage ist richtig

    • B. 

      Die erste Aussage ist falsch

    • C. 

      Die zweite Aussage ist richtig

    • D. 

      Die zweite Aussage ist falsch

    • E. 

      Die Weil-Verknüpfung ist berechtigt.

    • F. 

      Die Weil-Verknüpfung ist falsch.

  • 11. 
    11. Welche Zusammenhänge konnte Emile Durkheim auf gesamtgesellschaftlicher Ebene feststellen? (2) 
    • A. 

      Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Religionszugehörigkeit

    • B. 

      Zusammenhang zwischen Selbstmordrate und Bildungsniveau

    • C. 

      Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Alkoholismus

    • D. 

      Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand und Bildungsniveau

  • 12. 
    Ein Beispiel (1)Ein Forscher sitzt in einer Schihütte und beobachtet, dass ein Gast eine große Menge Schnaps trinkt. Auch ein zweiter Gast trinkt viel Schnaps, ein dritter ebenfalls. Als der erste Gast aufbricht beobachtet der Forscher, dass der Gast die Schihütte nur noch torkelnd verlassen kann. Auch beim Aufbruch des zweiten und des dritten Gasts beobachtet der Forscher ein solches Torkeln. Daraus folgert er: Der Konsum großer Mengen Schnaps führt dazu, dass Menschen torkeln. Um welchen Schluss handelt es sich hier?
    • A. 

      Exduktion

    • B. 

      Reduktion

    • C. 

      Deduktion

    • D. 

      Induktion

  • 13. 
    Nicht falsifizierte Theorien und Hypothesen gelten nach Popper als... (1)
    • A. 

      Bestätigt.

    • B. 

      Bewährt.

    • C. 

      Begriffen.

    • D. 

      Bewältigt.

    • E. 

      Berechtigt.

  • 14. 
    Was war nach Dammann bei den ersten Ethnographen (z.B. Lafitau) aus methodologischer Sicht wichtig? (2) 
    • A. 

      Die Verwendung des Idealtypus, um der Urform der Kultur näher zu sein.

    • B. 

      Die Suche nach einer eigenen Methode, um Kulturen vergleichen zu können.

    • C. 

      Die Entwicklung einer eigenen Methode, um fremde Kulturen von Europa aus zu erforschen.

    • D. 

      Erprobung und Verfeinerung von Methoden des Fremdverstehens.

  • 15. 
    Was trifft zu? (3)Beim Experiment konzentriert die Laborsituation die Grundfaktoren in einer Weise, dass sich die wesentlichen Bestandteile auf einem relativ begrenzten Schauplatz zeigen und hier wissenschaftlich untersucht werden können. WEILDie Laborsituation bietet ein Höchstmaß an Kontrolle der sozialen Situation und der in ihr wirkenden Faktoren. 
    • A. 

      Die erste Aussage ist richtig.

    • B. 

      Die erste Aussage ist falsch.

    • C. 

      Die zweite Aussage ist richtig.

    • D. 

      Die zweite Aussage ist falsch.

    • E. 

      Die Weil-Verknüpfung ist berechtigt.

    • F. 

      Die Weil-Verknüpfung ist falsch.

  • 16. 
    Das „Milgram-Experiment“ ist ein Beispiel für? (2) 
    • A. 

      Ein Laborexperiment.

    • B. 

      Die Analyse von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen.

    • C. 

      Ein Feldexperiment.

    • D. 

      Die Analyse von historischen Veränderungsprozessen.

  • 17. 
    Welche Zusammenhänge konnte Emile Durkheim auf gesamtgesellschaftlicher Ebene feststellen? (2) 
    • A. 

      Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Religionszugehörigkeit

    • B. 

      Zusammenhang zwischen Selbstmordrate und Bildungsniveau

    • C. 

      Zusammenhang zwischen Bildungsniveau und Alkoholismus

    • D. 

      Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand und Bildungsniveau

  • 18. 
    Frédéric Le Play zeichnet in seinen Monographien ein anschauliches Bild derLebensumstände und familiären Beziehungen im 19. Jahrhundert. Was war sein methodologischer Zugang? (2)  
    • A. 

      Berechnung von Haushaltsbudgets

    • B. 

      Vermessung körperlicher Merkmale

    • C. 

      Erstellen von Haushaltsinventaren

    • D. 

      Herstellen einer Synthese zur Statistik

    • E. 

      Erfassen der Relevanzsysteme der untersuchten Familien

  • 19. 
    Worum handelt es sich bei der Technik der verlorenen Briefe? (1) 
    • A. 

      Ein Organisationsprinzip in akademischen Institutionen

    • B. 

      Eine historisch-kritische Methode

    • C. 

      Ein heuristisches Modell

    • D. 

      Eine Form des Experiments

  • 20. 
    Ein Beispiel (1)Ein Forscher sitzt in einer Schihütte und beobachtet, dass ein Gast eine große Menge Schnaps trinkt. Auch ein zweiter Gast trinkt viel Schnaps, ein dritter ebenfalls. Als der erste Gast aufbricht beobachtet der Forscher, dass der Gast die Schihütte nur noch torkelnd verlassen kann. Auch beim Aufbruch des zweiten und des dritten Gasts beobachtet der Forscher ein solches Torkeln. Daraus folgert er: Der Konsum großer Mengen Schnaps führt dazu, dass Menschen torkeln.Um welchen Schluss handelt es sich hier? 
    • A. 

      Deduktion

    • B. 

      Induktion

    • C. 

      Reduktion

    • D. 

      Exduktion

  • 21. 
    Welche der folgenden Aussagen treffen auf die von Lazarsfeld et al. durchgeführte Studie "People's Choice" zu? (2) 
    • A. 

      Bei dieser Studie handelt es sich um eine Panel-Studie.

    • B. 

      Die Studie wurde in einer ländlichen Gemeinde in Ohio durchgeführt.

    • C. 

      Die Befragung wurde postalisch durchgeführt.

    • D. 

      Bei der Studie spielte die Methode der teilnehmenden Beobachtung eine zentrale Rolle.

    • E. 

      Es wurden nur Männer befragt.

    • F. 

      Bei dieser Studie handelt es sich um eine historische Vergleichsstudie.

  • 22. 
    George Gallups revolutionäre Entwicklungen in der Meinungsforschung bestanden darin,... (2) 
    • A. 

      Wahrscheinlichkeitsrechnungen einzusetzen.

    • B. 

      Bei Längsschnittsstudien die Entwicklungen mittels graphischer Darstellungen übersichtlich aufzubereiten.

    • C. 

      Zusatzfragen über wahlbeeinflussende Faktoren zu stellen.

    • D. 

      Repräsentative Stichproben zu ziehen.

  • 23. 
    35. Was bewirkte das Entdecken eines Außerhalbs (durch die Analyse von ethnographischem Material) laut Dammann? (3)  
    • A. 

      Gefahr der kulturellen Vermischung/Anpassung

    • B. 

      Entwicklung des Idealtypus

    • C. 

      Kulturkritik

    • D. 

      Systematischer Vergleich

    • E. 

      Entstehen individualistischer Feldforschung

    • F. 

      Einsicht in die eigene Relativität

  • 24. 
    Was ist ein „Paradigma“ nach Thomas Kuhn? (1) 
    • A. 

      Ein Axiom

    • B. 

      Ein Forschungsansatz

    • C. 

      Eine besondere Art des Experiments

    • D. 

      Eine wissenschaftliche Anomalie

    • E. 

      Eine wissenschaftstheoretische Leitvorstellung

  • 25. 
    Was war das Untersuchungsziel der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“? Die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf... (2) 
    • A. 

      Das Entstehen von Hahnenkämpfen und Glücksspiel

    • B. 

      Das Ansteigen der Geburtenrate

    • C. 

      Die Entwicklung der regionalen Industrie

    • D. 

      Das politische Interesse

    • E. 

      Das Entstehen neuer Sitten und Gebräuche

    • F. 

      Das Familienleben